Zwei neue Löwen sind im Zoo Osnabrück angekommen und gewöhnen sich gerade ein. Der 21 Monate alte Rajah kam am 24. März aus dem dänischen Aalborg nach Niedersachsen und die 30 Monate alte Kiara am 26. März aus dem Zoo Jerusalem. Beide Tiere seien seit ihrer Ankunft unter aufmerksamer Beobachtung von Biologen, Veterinären und Tierpflegern, teilte der Zoo mit.
«Rajah scheint bisher ein ruhiger Charakter zu sein, aber gleichzeitig aufgrund seines Alters auch noch verspielt und manchmal etwas ungestüm», sagte Zootierärztin Laura Sieckmann laut Mitteilung. Kiara sei von ihren israelischen Tierpflegern als energiegeladen und neugierig beschrieben worden.
Schnell aneinander gewöhnt
Beide Löwen haben sich schnell aneinander gewöhnt - das habe richtig gut geklappt, sagte Sieckmann. «Die beiden hatten sofort Körperkontakt und das Zusammenleben ist jetzt schon sehr harmonisch.» Nach und nach können die beiden Tiere nun ihre neue Umgebung erkunden.
Beide Tiere sind Asiatische Löwen. Der Zoo habe nach Abstimmung mit den Koordinatoren des internationalen Erhaltungszuchtprogramms für diese Tiere die strategische Entscheidung getroffen, die Haltung von Afrikanischen auf Asiatische Löwen umzustellen, sagte Zoodirektor Tobias Klumpe.
Asiatische Löwen sind stark gefährdet
Der Asiatische Löwe gilt laut Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet. In den Schutzgebieten und in ihrem Umfeld leben demzufolge nur noch rund 350 Individuen. Hinzu kommen 150 Tiere, die in Zoos gehalten werden.
Einen Afrikanischen Löwen besitzt der Zoo in Osnabrück noch: Der 16 Jahre alte Kater Kipangi lebt seit seiner Geburt auf der Anlage in der Afrika-Tierwelt «Mapungubwe». Dort solle er in gewohnter Umgebung auch seinen Lebensabend verbringen, hieß es. Eine Zusammenführung mit Rajah und Kiara sei nicht geplant und nach wissenschaftlichen Standards auch nicht erwünscht.
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