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Westfälische Landeskirche: Bald Entscheidung in Präsesfrage

Seit dem Rücktritt von Kurschus als Präses in Westfalen Ende 2023 ist das Amt vakant (Archivbild). / Foto: Christoph Reichwein/dpa
Seit dem Rücktritt von Kurschus als Präses in Westfalen Ende 2023 ist das Amt vakant (Archivbild). / Foto: Christoph Reichwein/dpa

Als neue Präses der Evangelischen Kirche in Westfalen ist die promovierte Pfarrerin Adelheid Ruck-Schröder nominiert worden. Ende März soll eine Entscheidung fallen - das Amt ist schon länger vakant.

Fast anderthalb Jahre nach dem Rücktritt von Präses Annette Kurschus will die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) Ende März über die Nachfolge entscheiden. Zur Wahl schlägt der Ständige Nominierungsausschuss der EKvW die Theologin Adelheid Ruck-Schröder vor, wie das Landeskirchenamt in Bielefeld mitteilte. Die nun nominierte Pfarrerin stamme aus Württemberg und trage derzeit noch Verantwortung als Regionalbischöfin im Sprengel Hildesheim-Göttingen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. 

Die Wahl der neuen geistlichen Führungspersönlichkeit soll bei einer Sonder-Wahlsynode am 29. März in Dortmund erfolgen. 

Position seit November 2023 vakant

Annette Kurschus war im November 2023 als Präses zurückgetreten - wie auch von ihrem Amt als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zuvor waren gegen sie Vorwürfe erhoben worden, sie habe seit vielen Jahren vom Verdacht eines sexuell übergriffigen Verhaltens eines damaligen Kirchenmitarbeiters gewusst und nicht adäquat reagiert. Kurschus hatte ihren Rücktritt damals mit einem öffentlichen Vertrauensverlust begründet, zugleich aber betont, sie sei mit sich «im Reinen». 

«Hervorragende Kandidatin» für das Amt gefunden 

Die promovierte Pfarrerin Ruck-Schröder überzeuge durch «ihre theologische Urteilsfähigkeit, ihre differenzierte Wahrnehmung unserer Landeskirche in ihren Stärken und besonderen Herausforderungen, ihre Besonnenheit und ihre Tatkraft», betonte die Vizevorsitzende des Nominierungsausschusses, Kerstin Goldbeck, in einer Mitteilung. Sie sei eine hervorragende Kandidatin für das anspruchsvolle Präsesamt, bringe Führungskompetenz und vielfältige Erfahrungen aus unterschiedlichen kirchlichen Leitungsämtern mit. 

Der Ständige Nominierungsausschuss bereitet Wahlen in der westfälischen Landeskirche vor und hatte den Angaben zufolge ein neues intensives Auswahlverfahren durchgeführt, nachdem ein zuvor vorgeschlagene Kandidat im Sommer 2024 seine Kandidatur zurückgezogen habe. Das Amt soll in den kommenden Jahren neu zugeschnitten werden.

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