Mit einem Kleinflugzeug wollen Küstenschützer zum Ende der aktuellen Sturmflutsaison die Ostfriesischen Inseln aus der Luft hochauflösend vermessen. Mithilfe der Aufnahmen aus dem Flugzeug sollen detailscharfe Geländemodelle zur Forschung und Planung für den Küstenschutz entstehen, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden (Landkreis Aurich) mit.
«Die Befliegungen liefern eine wichtige Datengrundlage für den Küstenschutz, um den aktuellen Zustand und die Entwicklung der Strände und Dünen nach der Sturmflutsaison zu beurteilen», sagte Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle in Norden, die für den Inselschutz zuständig ist, in einer Mitteilung.
Wo das Flugzeug fliegt
Für die Flüge bis Ende April sollen die aktuell guten Wetterbedingungen genutzt werden. Das zweimotorige Kleinflugzeug fliegt für die Aufnahmen bei Niedrigwasser in 900 bis 1.100 Metern Höhe in parallelen Flugbahnen entlang der Ostfriesischen Inseln. In dem Flugzeug sind den Angaben zufolge ein hochauflösender Laserscanner und eine Luftbildkamera installiert. Der Laserscanner tastet die Erdoberfläche ab. Wegen der Flughöhe könne es vereinzelt zu Lärmbelästigungen kommen, teilte der Landesbetrieb mit.
Schon vor den Vermessungsflügen ist laut den Küstenschützern bereits klar, dass trotz einer vergleichsweise ruhigen Sturmflutsaison auf einigen Inseln in diesem Sommer ein Handlungsbedarf besteht. Dafür sind insgesamt neun Millionen Euro an Küstenschutzmittel eingeplant - zum Beispiel für neuen Sand. Auf Langeoog und Norderney ist laut NLWKN absehbar, dass neuer Sand zum Schutz von Dünen aufgespült werden muss.
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