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Acht Beschuldigte in Niedersachsen bei Pädophilen-Netzwerk

Auch in Niedersachsen gibt es Ermittlungen wegen eines international tätigen Pädophilen-Netzwerks. (Symbolfoto) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Auch in Niedersachsen gibt es Ermittlungen wegen eines international tätigen Pädophilen-Netzwerks. (Symbolfoto) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In 35 Ländern laufen Ermittlungen gegen ein internationales Pädophilen-Netzwerk. In Niedersachsen stehen acht Beschuldigte im Fokus der Polizei.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eines der weltweit größten Pädophilen-Netzwerke gehören auch Personen aus Niedersachsen zu den Tatverdächtigen. Bereits am 10. März seien Durchsuchungen bei acht Beschuldigten vorgenommen worden, teilte das Landeskriminalamt in Hannover mit. 

Beamte der Polizeidirektion Hannover haben demnach einen 52-Jährigen festgenommen. Bei ihm wurden den Angaben zufolge mehr als 70 Datenträger, eine kindliche Sex-Puppe und Betäubungsmittel sichergestellt. 

Es hätten sich auch Hinweise auf das Betreiben einer Darknet-Handelsplattform für Betäubungsmittel ergeben, hieß es. Daraufhin seien weitere Strafverfahren etwa wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz oder wegen Sozialleistungsbetrugs eingeleitet worden.

Fast zwei Millionen Nutzer weltweit

Ermittler aus mehr als 30 Ländern deckten nach Angaben von Europol ein riesiges Pädophilen-Netzwerk mit fast zwei Millionen Nutzern weltweit auf. 79 Menschen wurden demzufolge festgenommen. Unter Leitung des bayerischen Landeskriminalamtes wurde die Plattform Kidflix vom Netz genommen. 

Laut Europol handelt es sich um eine der größten Pädophilen-Plattformen weltweit. Es solle sich auch um den bisher größten Einsatz gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern in Europa handeln.

Ermittlungen begannen 2022

Das Ausmaß der Ermittlungen zeige, welch bedeutende Rolle die nationale und internationale Kooperation der Behörden in diesem Bereich spiele, sagte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Für Ermittlungen dieser Art benötige die Polizei die Speicherung von IP-Adressen, sagte LKA-Chef Friedo de Vries.

Die Ermittlungen hatten 2022 begonnen. Vom 10. bis 23. März hatten die Ermittler zugegriffen, den Angaben zufolge waren Tausende elektronische Apparate und insgesamt über 91.000 Videos beschlagnahmt worden.

Netzwerk bestand seit 2021

Kidflix war nach Angaben von Europol 2021 von Cyberkriminellen errichtet worden und wurde den Angaben zufolge eine der populärsten Plattformen für Pädophile. Über Kidflix konnten Nutzer gegen Bezahlung Videos, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, laden und auch streamen.

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