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Neue Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen angekündigt

Tausende Beschäftigte gingen heute für eine bessere Bezahlung in Kitas, Kliniken und sozialen Einrichtungen auf die Straße. / Foto: Sven Hoppe/dpa
Tausende Beschäftigte gingen heute für eine bessere Bezahlung in Kitas, Kliniken und sozialen Einrichtungen auf die Straße. / Foto: Sven Hoppe/dpa

Nach dem Warnstreik ist vor dem Warnstreik: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes zündet Verdi die nächste Eskalationsstufe. An vier Tagen kommt es in der nächsten Woche zu Einschränkungen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu weiteren Warnstreiks in der nächsten Woche in Niedersachsen und Bremen aufgerufen. Am Donnerstag sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes betroffen, darunter Kitas, Bürgerämter, der öffentliche Nahverkehr, die Abfallentsorgungsunternehmen und die Kliniken, wie Verdi mitteilte. In Hannover ist an diesem Tag eine zentrale Kundgebung geplant, zu der auch der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Werneke erwartet wird. Vorher sollen zwei Demonstrationszüge durch die Innenstadt ziehen.

Auch Warnstreiks am Montag, Mittwoch und Freitag

Schon am Montag müssen sich Flugpassagiere in Hannover und Bremen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Grund ist ein ganztägiger Warnstreik. Betroffen sind auch die Flughäfen in München, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Leipzig-Halle.

Darüber hinaus kommt es am Mittwoch in Teilen Niedersachsens zu Warnstreiks im Nahverkehr, etwa in Braunschweig, Wolfsburg, Peine und Goslar. Am Freitag werden laut Verdi zusätzlich die Schleusen und Wasserkreuzungen im Bezirk Hannover-Heide-Weser bestreikt. Zudem sind die Beschäftigten der Abfallentsorgung in Hannover, Celle, Uelzen, Hildesheim und Hameln-Pyrmont zum Warnstreik aufgerufen.

Geschlossene Kitas und leere Pflegestationen

Schon heute hatten vielerorts Beschäftigte in sogenannten Frauenberufen des öffentlichen Dienstes die Arbeit niedergelegt – auch in Niedersachsen und Bremerhaven. Nach einem Warnstreik am Donnerstag im Gesundheitsbereich standen diesmal weibliche Beschäftigte und frauendominierte Berufe in den Bereichen Erziehung, Soziales und Pflege im Mittelpunkt. 

Anlass war der sogenannte Equal Pay Day und der Weltfrauentag am Samstag sowie der Tarifstreit mit Bund und Kommunen. Beim Equal Pay Day geht es um ein Zeichen für mehr Lohngleichheit für Männer und Frauen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich heute insgesamt 7.000 Beschäftigte an Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen.

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